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Warum Zeitumstellung? Geschichten und Fakten

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Warum Zeitumstellung? Das ist eine gute Frage. Wir alle müssen mit der lästigen Umstellung der Damenuhren, der Herrenuhren, der Armbanduhren - einfach aller Uhren zumindest in diesem Jahr noch leben. In einem EU-Votum im August 2018 hatte sich die Mehrheit der Teilnehmer für ein Ende des Zeitenwechsels ausgesprochen.

Am 28. Oktober 2018 ist es wieder soweit.

In der Nacht von Samstag, 28. Oktober 2018, auf Sonntag, 29. Oktober 2018, werden in Deutschland die Uhren an die Winterzeit angepasst. Um 3 Uhr wird der Zeiger um eine Stunde zurück auf 2 Uhr und damit wieder auf die normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ) gestellt. Vielleicht das letzte Mal? Oder doch nicht?

Zeitumstellung: 2019 Das letzte Mal?

Bei der EU-Umfrage zur Zeitumstellung im vergangenen August hatten sich mehr als 80 Prozent der Teilnehmer für ein Ende der Zeitumstellung ausgesprochen. Die EU-Kommission fühlt sich an das Votum gebunden. Das letzte Mal soll die Uhrzeit in ganz EU-Europa verbindlich am 31. März 2019 auf Sommerzeit gestellt werden. So der Plan.

Danach sollen die EU-Mitgliedsstaaten bis Mitte April signalisieren, welche Zeit sie endgültig einführen. Bleiben sie für immer in der Sommerzeit oder stellen sie die Uhrzeit noch einmal um - auf Winter- bzw. Normalzeit. Die Mehrheit der deutschen Wähler die sich am EU-Votum beteiligt hatten, plädierten für eine ganzjährige Sommerzeit. Somit könnte es sein, dass ab 31. März 2019 verbindlich nur noch die Sommerzeit zählt - zumindest in Deutschland.

Enger Zeitplan. Einige Mitgliedsländer zweifeln

Ob sich der enge Zeitplan einhalten lässt, ist aber offen. Einige EU-Staaten forderten bereits eine längere Vorbereitungszeit. Es kann also durchaus passieren, dass uns die halbjährliche Zeitumstellung noch einige Zeit begleitet.

Eine Funkuhr löst die Probleme

Wenn Sie eine Funkuhr von VALMANO haben, braucht Sie die ganze Diskussion nicht zu kümmern. Funkuhren bekommen ein zentral gesteuertes Signal. Sie stellen sich automatisch auf die dann amtlich gültige Zeit.

Wenn Sie noch keine haben, sollten Sie einmal auf unserer Funkuhren-Seite vorbeischauen.

BEi der ZEitumstellung ging immer Wieder Etwas Schief

Warum die Zeitumstellung so Umstritten war (oder ist) zeigen vielleicht auch die folgenden Beispiele. Denn immer wieder kam es am Tag danach zu Unstimmigkeiten, zu lustigen und weniger lustigen Missverständnissen. Eine Stunde vor oder eine zurück?

Seehofer verschläft telefonische Konferenz mit Kanzlerin

Im April 2014 verschläft der bayerische Ministerpräsident eine Telefonkonferenz mit Angela Merkel. Seehofer hatte vergessen, seinen Wecker eine Stunde vorzustellen. Die Sommerzeit war angebrochen. Er habe sich gewundert, warum sein Telefon schon um 7 Uhr ohne Unterlass klingelte. Dann habe es Klick gemacht. Zack Zack raus aus den Federn, Horst! Die Konferenz begann mit nur siebenminütiger Verspätung um 08:07 Uhr.

Autofahrer abgezockt? Blitzer schlagen zu früh los.

Autofahrer in Freiburg bekommen im November 2010 einen Schrecken. In einigen Straßen Freiburgs gelten gewöhnlich nur von 22 Uhr bis 6 Uhr 30 km/h statt der sonst erlaubten 50 km/h. Doch weil die Blitzer nicht pünktlich von Sommerzeit auf Normalzeit eingetaktet wurden, fotografieren die Messgeräte am Abend nach der Zeitumstellung fälschlicherweise schon ab 21 Uhr, wie die "Badische Zeitung" damals berichtet. Knöllchen gibt es in dieser verflixten Stunde allerdings nicht - zumindest nicht für diejenigen, die weniger als Tempo 50 gefahren sind.

Ein Weckdienst der keiner ist: Telekom verpennt Weckrufe

Im März des Jahres 2001 verschläft die Deutsche Telekom aufgrund einer Computerpanne die Umstellung auf die Sommerzeit. "Etliche Menschen sind zu der alten Zeit geweckt worden", sagte eine Mitarbeiterin des Erinnerungs-Service. (Anm. der Red.: Damals war es durchaus üblich sich vom Weckservice der Telekom wecken zu lassen.)

Ebay: Auktionen zu früh beendet - Verkäufer bußen ein

Einige hundert eBay-Verkäufer haben im Oktober 2004 Pech. Ihre Auktionen enden eine Stunde zu früh, am Tag nach der Zeitumstellung. Die letzten Bieter kommen nicht mehr dran. Dummerweise steigen in der letzten Stunde die Preise meist erst richtig in die Höhe. Ein kleiner Wermutstropfen: Den betroffenen Verkäufern will Ebay die Gebühren erlassen.

shutterstock_476712052Die Sommerzeit Gibt es seit mehr als hundert Jahren

Bereits 1916 wurde eine Umstellung von Sommerzeit auf Winterzeit in Deutschland beschlossen. Kurze Zeit später folgten Großbritannien und Irland diesem Beispiel. Unter dem Begriff "Daylight Saving Time" setzte sich die Uhrumstellung in den englischsprachigen Ländern durch. Diese Bezeichnung erklärt bereits die Absicht, die hinter der Zeitumstellung steht. Die zur Verfügung stehende Tageszeit soll möglichst effizient genutzt werden.

 

 

Überlegungen zur Einführung einer Anpassung der Uhrzeit gab es schon sehr viel früher. Benjamin Franklin war es, der sich in seinem Aufsatz "An Economical Project for Diminishing the Cost of Light", der im Journal de Paris vom 26. April 1784 veröffentlicht wurde, Gedanken zu diesem Thema machte. Es sollte allerdings bis zum Jahr 1907 dauern, bis der Engländer William Wallet mit seiner Abhandlung "The Waste of Daylight" die erneute Grundlage für Diskussionen lieferte. Nachdem das Britische Unterhaus die Einführung einer Sommerzeit noch im Jahr 1908 kategorisch abgelehnt hatte, wurde diese dann 1916 als "British Summer Time" eingeführt.

Bis 1980 keine Zeitumstellung

In Deutschland gab es in der Zeit von 1950 - 1980 keine Sommerzeit. Zuvor gab es allerdings unterschiedliche Regelungen, die sogar eine Hochsommerzeit im Jahr 1947 umfassten. Die zurzeit gültige Uhrumstellung von der Normalzeit, die auch von vielen als Winterzeit bezeichnet wird, auf die aktuelle Sommerzeit wurde 1980 eingeführt. Großen Einfluss auf diese Entscheidung hatte unter anderem die Ölkrise in Deutschland von 1973, die auch für einen, als einmalig in der deutschen Geschichte eingehenden, autofreien Sonntag sorgte.

Die Verantwortlichen für die Zeitumstellung vertraten die Auffassung, dass sich durch die Anpassung der Uhrzeit eine optimierte Nutzung des Tageslichtes und eine daraus resultierende Einsparung von Energie erzielen lassen würde. Ein weiteres Argument war die Tatsache, dass bereits viele europäische Nachbarländer eine entsprechende zeitliche Uhrumstellung in den Sommermonaten eingeführt hatten. Um hier eine einheitliche Regelung zu finden, beschloss man, sich der Sommerzeit anzupassen. Heute gilt die Umstellung auf Sommer- und Winterzeit europaweit.

Warum Zeitumstellung (k)ein wichtiger Faktor für unsere Wirtschaft ist

Zweimal im Jahr wird unser Biorhythmus auf den Kopf gestellt. An Tag Eins nach der Zeitumstellung gibt es laut Statistik ein vermehrtes Unfallaufkommen. Studien belegen sogar, dass es am Morgen des ersten Montags nach der Uhrumstellung von der Winter- auf die Sommerzeit, zu mehr Verkehrsunfällen kommt, als an anderen Montagmorgen. Zudem liest man immer wieder von erheblichen gesundheitlichen Problemen für den Menschen, die mit der Zeitumstellung einhergehen.

Wie ein kleiner Jetlag

Viele Mediziner warnen davor, dass die Zeitumstellung wie ein kleiner Jetlag auf den Körper wirke. Insbesondere Menschen mit Schlafstörungen oder organischen Problemen hätten unter den Auswirkungen der Umstellung zu leiden. Es kommt vermehrt zu Tagesmüdigkeit, Verdauungs- und Konzentrationsstörungen. Experten empfehlen daher, sich bereits einige Tage vor der Uhrumstellung auf das Ereignis vorzubereiten und seinen Schlafrhythmus behutsam anzupassen.

Wahrscheinlich wird keine Energie gespart

Der ursprüngliche Gedanke, dass man durch die Uhrumstellung Energie einsparen könnte, scheint sich als Trugschluss erwiesen zu haben. Zwar werden im Sommer abends die Lampen später eingeschaltet, aber dafür die Heizungen in den frühen Morgenstunden der kälteren Monate März, April und Oktober nach oben reguliert.

Das Bundesumweltamt spricht in diesem Zusammenhang sogar von einem möglichen Anstieg der Energiebelastungen. Dies gilt umso mehr, da der Energieverbrauch durch Leuchtmittel dank hocheffizienter Energiesparlampen im Laufe der Zeit deutlich gesunken ist.

Ob und wann es Seitens der Regierungen der Europäischen Gemeinschaft ein Umdenken geben wird, steht in den Sternen. So lange gilt, sich zweimal im Jahr der Prozedur der Zeitumstellung zu unterziehen, die dank moderner Technik bei vielen Uhren zum Glück keine manuelle Uhrumstellung mehr erfordert.